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Skladatel Josef Poncar / Komponist Josef Poncar

Josef Poncar

* 14.3.1902 in Chodouň
† 6.11.1986 in Zdice

Der Komponist vieler Volkslieder und Kapellmeister Josef Poncar wurde in Chodouň, einem unscheinbaren Ort bei Zdice, südwestlich von Prag, geboren. Er zählt neben Karel Vacek und Jaromír Vejvoda zum Komponisten-Dreiergespann der böhmischen "Komponistenkönige aus dem Jahre Zwei" (gemeint ist das Geburtsjahr 1902, dass alle drei gemeinsam haben).

Josef Poncar wuchs in sehr bescheidenen ländlichen Verhältnissen auf. Sein Vater, auch Josef, war Heizer auf einer Dampflokomotive, zugleich aber auch ein Volksmusikant. Er spielte Posaune in der Blaskapelle der Gießerei in Komárov des Fürsten aus Hanau. Der Sohn Josef besuchte die örtliche Hauptschule, anschließend erlernte er den Beruf eines Tischlers. Die musikalische Begabung und Neigung erbte er von seinem Vater. Schon als Achtjähriger spielte er mit seinem Bruder in der Blaskapelle des Vaters. Drei Jahre später wagte er eine eigene Blaskapelle aus Gleichaltrigen in Chodouň zu bilden.

Sein Erstlingswerk war "Při svitu", das er mit Sechzehn und ein Jahr später eines seiner bekanntesten Stücke "Andulička" komponierte. Aus der Feder von Josef Poncar entstammen an die 150 Kompositionen, die meisten Polkas und Walzer. Ein Drittel davon wurde gedruckt und in den Umlauf gesetzt, die meisten davon fanden dann den Weg auf Tonträger, vor allem Schallplatten.

Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen: Chodouňská polka, Ten večer májový, Karlíčku můj, Modrá kukadla (Zdická polka), Přes dvě vesnice. Von seinen Textern verlangte er immer, dass der Inhalt ein klares, leicht merkmales "Bild" ergibt. Er mochte den Texter Václav Zeman, von dem er sagte, dass es ihm alles gelinge, was er nur anfasst. Die Komposition "Já nemám nic" / "Ich besitze nichts" (von Musikanten zur Kommunistenzeit auch die RVHP-Polka scherzhaft genannt - RVHP, Rada Vzájemné Hospodářské Pomoci = Gremium der gegenseitigen Wirtschaftshilfe der Länder des ehem. Warschauer-Paktes) gewann im Jahre 1935 den Wettbewerb um die schönste Polka, die von der Gramophongesellschaft Ultraphon ausgerufen wurde. Eine der letzten Kompositionen von Josef Poncar war "Die blaue Armee", die er den Eisenbahnern gewidmet hatte und zwar aus einem naheliegenden Grund. Josef Poncar arbeitete nämlich den größten Teil seines Lebens bei der Tschechischen Eisenbahn.
Dampflokomotive

Zdice - Praha-Smíchov
Poncar´s seine "Heimat"

Zdice

Zdice, Chodouň, neben der
Autobahn Plzeň - Praha (nord-ost)

Er pendelte mit den Zügen mehrere Male täglich zwischen dem Bahnhof Zdice und dem Endbahnhof Praha-Smíchov. Es ist daher naheliegend, dass viele seiner Stücke in der "Arbeitszeit auf den ratternden Rädern" entstanden. Die bekannte Chodouňská entstand aber - wie sein Sohn, auch Josef, berichtet - nach einem spontanen Einfall beim Flusswehr in seinem Geburtsort, wo er gerne Erholung suchte und gelegentlich badete. Während seiner Beschäftigung bei der Eisenbahn wirkte er auch im Symphonischen Orchester der Prager Eisenbahner. Er wurde als Gastdirigent bei vielen Blaskapellen im Lande gerne gesehen wo er oft durch sein bescheidenes Auftreten seine musikalischen Kollegen beeindruckte, wie aus einigen Dokumenten hervorgeht.

Im späteren Lebensalter war er ein willkommener Gast in den Massenmedien. Er trat bei unterschiedlichen Unterhaltungssendungen als Dirigent im Tschechischen Fernsehen auf.

Josef Poncar, der die Volkskultur sehr schätzte, blieb sein ganzes Leben ein bodenständiger, bescheidener Mensch mit einem warmen, aufrichtigen Zugang zu seinen Kollegen und Mitmenschen. Er komponierte, arrangierte und seine Lieder führte er gerne selbst mit Taktstock auf.

Josef Poncar starb im Alter von 84 Jahren. Er fand seine letzte Ruhestätte am Friedhof von Zdice. Nach seinem Tod wurde an seinem Geburtshaus in Chodouň Nr. 148 eine Gedenktafel enthüllt.

czJosef Poncar, hudební skladatel a kapelník se narodil v Chodouni u Zdic v čp. 148. Otec Josef byl topičem na lokomotivě a současně lidovým muzikantem. Hrál na trombón v kapele majitele sléváren v Komárově, knížete z Hanau. Josef Poncar navštěvoval obecnou školu v rodné obci, pak se vyučil truhlářem. Hudební nadání, které zdědil po svém otci, uplatnil již jako osmiletý, kdy spolu s bratrem hrál v otcově kapele. O tři roky později dokázal již vytvořit z chodouňských kluků vlastní kapelu.

Pamětní deska

Uvádí se, že svoji první skladbu Při svitu složil ve svých 16 letech, o rok později pak jednu z nejznámějších Andulička. Z pera hudebního skladatele Josefa Poncara vzniklo asi 150 skladeb, polek a valčíků, přibližně 50 jich vyšlo tiskem a mnoho nahrávek na gramofonových deskách. Nejznámější jsou: Chodouňská polka, Ten večer májový, Karlíčku můj, Modrá kukadla (Zdická polka), Přes dvě vesnice. Skladba Já nemám nic vyhrála v roce 1935 soutěž o nejlepší polku vyhlášenou gramofonovou firmou Ultraphon. Jednou z posledních Poncarových skladeb byl pochod Modrá armáda, kterou věnoval železničářům. Sám na dráze pracoval plných 33 let. Působil i 29 let v symfonickém orchestru pražských železničářů. Dirigoval regionální kapely, vystupoval i v televizních programech.

 

Čerpáno z různých pramenů, mimo jiné také z publikace Pavla Dušánka.

- CZ - Povím vám, proč mám rád dechovou hudbu a proč jsem jí oddaně sloužil: protože jejím základem je dech. Bez dechu není života, dech je tvořivá síla.
Naši dědové a otcové to věděli, a kdo to chce dnes popírat, je sám proti sobě.
Česká dechovka nezahyne, její krásná živá tradice to nedovolí.
-- Ladislav Kubeš st.
- DE - Ich sage ihnen,warum ich Blasmusik liebe und warum ich ihr hingebungsvoll mein ganzes Leben diente: Die Grundlage fúr die Blasmusik ist der Atem.
Ohne Atem gibt es kein Leben, Atem ist Schöpfungskraft. Unsere Opas und Väter wussten dies, und wer das bestreiten will, ist selbst gegen sich.
Die böhmische Blasmusik wird nicht untergehen, ihre schöne Tradition erlaubt es nicht.
--Ladislav Kubeš Sen.