Evropský portál české dechovky / Europäisches Portal böhmischer Blasmusik / European portal of Bohemian brass EVROPSKÝ PORTÁL ČESKÉ DECHOVKY
EUROPÄISCHES PORTAL BÖHMISCHER BLASMUSIK
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3. Blasmusikfestival der Blech und Brass Banda

S.a. Fotogalerie

Die in St. Andrä am Zicksee beheimatete Blaskapelle Blech und Brass Banda hat an diesem Wochenende, den 2. und 3. Juni 2007, bereits zum 3. Mal blasmusikalische Fans von Nah und Fern zu einem kultivierten „Umtrunk“ bei gepflegter böhmischer Blasmusik eingeladen. Es bietet sich freilich bei solchen Anlässen die ausgezeichnete Gelegenheit, Bekannte und Gleichgesinnte zu treffen und den Umgang zu pflegen. Nicht anders war es auch dieses Mal.

Geboten wurde an den beiden Tagen – wie zu erwarten war – überwiegend klassisch böhmisches Blasmusikrepertoire, vorgetragen von durchwegs illustren Blasformationen (s. a. Details auf der BBB-Homepage). Gezwungenermaßen musste ich mich auf den Samstagbesuch beschränken, da ich am Sonntag selbst „spielend“ unterwegs war. Daher im Folgenden einige persönlichen Eindrücke und Beobachtungen, die selbstverständlich in keiner Weise einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

 

Thayalandmusikanten

Thayaland Musikanten "danach"

Als ich um 18 Uhr ankam, befand sich die erste Gastformation – die Thayaland Musikanten, eine Formation, die nicht allzu oft angetroffen werden kann - bereits am Podium und experimentierte, wie es einem unvoreingenommenem Beobachter vorkam, bis zum angekündigten Veranstaltungsbeginn mit der installierten Tontechnik. Offenkundig muss es unerwartete Probleme gegeben haben, denn als die Thayaland Musikanten eine halbe Stunde später dann plangemäß loslegten, konnte man beim besten Willen nicht den Eindruck haben, dass die Zuhörer mit einem gut gemischten, ausgewogenen Sound angenehmer Lautstärke verwöhnt werden können. Bedauerlicherweise stabilisierte sich die Situation auch nicht substantiell während des ganzen Auftrittes dieser Blasformation, derentwegen ich in erster Linie zu diesem Fest hingefahren bin. Ich habe etwa vor zwei Jahren die Gelegenheit gehabt, diese Blaspartie zu hören, die sich aus Musikern aus dem Militärmusik-Milieu rekrutiert. Letztes Mal war ich über ihren subtilen Sound überaus erfreut. Diesmal konnte - dank der technischen Assistenz - wie ich es zumindest empfand, seitens der Zuhörer eine musikalische Subtilität leider kaum angewandt oder sogar entfaltet werden.

 

 

Blech und Bras Banda

Gabor, Martin, Christian: "Danke schön"

Als zweite Formation an diesem durchaus schönen Abend – die Veranstaltung wurde von Wolkenbrüchen verschont, die in dieser Gegend niemand überraschen - trat der Gastgeber selbst, die örtliche Blech und Brass Banda auf. Die Crew in einer sichtlich guten Laune nahm die im mittlerweile vollen Riesenzelt aufgekommene Stimmung auf und trug ihren Anteil zur weiteren Aufheizung des anwesenden, zum Teil von weit heran gereisten Publikums bei. Zu Beginn der Veranstaltung hieß der Bürgermeister Erich Goldenitsch dieser im Fremdenverkehr beliebten Gemeinde in seiner Eröffnungsbegrüßung anwesende Gäste aus den angrenzenden EU-Ländern willkommen. Komischerweise ging es sich auch dieses Mal nicht ohne anständige „Silvester-Kracher“ aus, die ihren Ursprung irgendwo im Kabelverhau hatten und von der voll aufgedrehten Kilowatt-Tontechnik locker produziert wurden. Zu meiner großen Freude entdeckte ich in der Crew neben Radek Růžička am Bariton einen weiteren „neuen“, alten Spieler von der seinerzeitigen Bojané-Blasformation, den Es-Klarinettisten Ondra Dvořak. Sollte noch ein Dritter Bojané-Mann hinzukommen, ist es für mich Grund genug, der ganzen BBB-Partie beim nächsten Anlass eine saftige Runde zu spenden.

Während des Auftrittes gab es zwei eingeschobene Minipräsentationen. Einerseits wurde die Kooperation zwischen dem im bayerischen Raum angesiedelten Instrumentenerzeuger Mirafone hervorgehoben. Diese Firma, die mit einem Stand auch vertreten war, stellte BBB Instrumente zur Verfügung. Mir ist nur aufgefallen, dass Radek als ein umsichtiger und taktvoller Mensch es sich „noch nicht" traute, das ihm zur Verfügung gestelltes, silbriges Bariton von Mirafone mit seiner bekanten „Insignie“, dem roten Röschen (Růžička = Röschen), zu schmücken Smile

Die zweite Minipräsentation galt dem organisatorischen Leiter der BBB, Christian Hoffmann, der – nach all der Hektik rundherum, kein Wunder – trotz seiner bekannten psychischen und physischen Festigkeit auf mich ein wenig wie nach einem Boxmatch wirkte. Seine Kollegen wissen sehr wohl, welche Arbeit hinter den Vorbereitungen für ein derartiges Spektakel stecken. Es war ihnen offensichtlich ein Bedürfnis, ihm dafür in aller Öffentlichkeit mit einer großen Bottle Wein einen Dank auszusprechen. Siehe auch Fotogalerie, insbesondere den Tubisten Gabor, wie er es spannend macht. Ich finde die ganze Partie nicht nur musikalisch sehr fein, sondern auch, trotz allen Troubles, die es immer wieder in so einem Kollektiv stets geben wird, sehr lieb.

 

 

Mistrinanka

Martin (musikalische Leitung), Jirka: "Miteinand´"

Die dritte Partie, die mit Spannung erwartet wurde, war die Blaskapelle Mistříňanka, eine der Formationen, die meinem Gefühl nach, den wahren mährischen, ursprünglichen Geist „exportiert“. Was die mährische Blasmusik anlangt, bleibt diese Formation meiner Beurteilung nach wie vor der relevante Bezugspunkt in jeder Hinsicht. Nur die. Eingeweihten wissen, welche Ideale, Vorstellungen, Kenntnis der Tradition, der Bräuche, Traditionstreue hinter dieser absolut soliden Partie stecken. Ich habe von dieser Formation die größte Achtung überhaupt. Diese Veranstaltung war in vielerlei Hinsicht bestens dazu geeignet, Vieles zu erwähnen. Was die bescheiden wirkende Mistříňanka bei diesem gemütlichen Abend nicht ventiliert hat, kommt jetzt von mir.

Die Blaskapelle Mistříňanka wird dieses Jahr ihr 40. jähriges Bestandsjubiläum feiern, wo und wann werden interessierte Leser auf diesen Seiten rechtzeitig erfahren. Antonín Pavluš konnte gestern, trotz Hoffnungen, die er mit gegenüber kundtat, nicht kommen. Antonín Pavluš feiert heute seinen 60. Geburtstag, zu dem ich ihm auf diesen Seiten herzlich gratuliere und wünsche, dass er noch lange seine blasmusikalischen Aktivitäten und Liebe zur mährischen Blasmusik entfalten kann. Er kann mit Stolz auf seine langjährige Arbeit zurück blicken.

Ferner, nach einem Gespräch mit František Pavluš hinterm Zelt ist es gestern auf den Tag genau vor 30 Jahren das erste Mal gewesen, das Mistříňanka in Burgenland aufgetreten ist. Er hat im Gespräch auch eine andere Kuriosität erwähnt, zu deren Veröffentlichung ich mich verpflichtet fühle. Er meinte, all das, was vor ihrem Auftritt am Podium gespielt wurde, brachten sie vor 30 Jahren ins Land. Er wies mit einem Vergleich auf etwas, was in Mähren traditionsgemäß gelebt wird. Dazu brachte er ein konkretes Beispiel: Wenn gelegentlich Mistříňanka VOR Jan Slabák irgendwo spielen sollte, spielt Mistříňanka aus Achtung vor ihm keines seiner Stücke. Danach passen sie ihre weitere Auswahl freilich schon an, aber Jan Slabak hätte den Vorzug in der Wahl. Wie gesagt, eine ganz besondere Feinheit im Umgang, die eine Achtung in sich trägt. Er meinte anschließend, freilich haben wir damit kein Problem, da wir genügend Stücke, zum Teil im Kopf, mit sich tragen. Aber ein Thema war das für ihn trotzdem. An derartigen Details und Feinheiten ist ein spürbarer Unterschied in den Bräuchen, Gepflogenheiten und im kulturellen Umfeld generell zu sehen.

Meiner Beobachtung nach hat auch diesmal Mistříňanka ein wenig dem, gelegentlich nach „Tischtanzen süchtigen“ Publikum gerecht werden wollen und Stücke vom allgegenwärtigen Stimmungsmacher - Charakter zum Besten gegeben, die man in Mähren von ihnen kaum hört. Der Grund ist auch ganz klar: die Blasmusik ist dort in einem anderen kulturellen Kontext eingebetet. Ferner war der für Mistříňanka unübliche Überhang von Orchestralkompositionen nicht zu übersehen.

 

Klaus Ruster, bekannt als Klarus-Verlag, auch einer der unermüdlichen Anhänger der böhmischen Blasmusik ist samt seiner liebenswürdigen Begleitung und selbstproduziertem Notenmaterial sowie einer großen Auswahl an CD´s der beliebtesten Blasformationen vorbeigekommen, ohne sich von der relativ langen Anreise einschüchtern zu lassen.

 

Ein Riesendank gebührt natürlich der Gemeinde St. Andrä am Zicksee für die tatkräftige materielle und immaterielle Unterstützung dieser Veranstaltung. Ein Besuch in St. Andrä lohnt sich garantiert auch zu einem anderen Zeitpunkt.

Anniversary June 2013 - Antonín Michna

- CZ -

Antonín Michna
Skladatel Antonín Michna
3.6.1920, Vrbice
19.12.2000, Vrbice

Autentický hlas Antonína Michny


"Už naši dědové vyprávjali nám, že Vrbica a Velké Bílovice se od nepaměti zvaly na hody a nikdo z nich si nepamatuje, že by se mezi sebú pobili
...
vydržte rodáci z obou dědin
v tejto krásnej tradici."
 
Tušení


hudba, text  Antonín Michna

umělecký vedoucí
Antonín Michna
hraje a zpívá
dechová hudba Dubňanka
MC - Rodný dům
natočeno v
brněnském rozhlasu 1998

Antonín Michna byl veselý člověk, srandista, který měl k lidem a životu velmi blízko. Miloval lidovou muziku, tradice a folklor. Byl to člověk, který roztrušoval veselou náladu, kam jen vkročil. Především byl ale výborným muzikantem, jakého mohl stvořit jen folklor a prostředí na jižní Moravě.

Rodiče v jeho mladistvých letech o zjevném sklonu k muzice nechtěli ani slyšet.  Musel se proto vyučit krejčím, řemeslu s tzvn.  "zlatým dnem". Muzika zůstala pro Antonína ovšem celý život neutuchajícím magnetem. Se zápalem se učil hrát na housle, což bylo vždy považovalo za fundovanou průpravu.  Na počátku svých 20ti let odešel do Brna, které vábilo svými nesčetnými hudebními aktivitami. Tam založil ve svých 26ti letech orchestr Morava. S tímto tělesem působil deset let. Následovalo založení početnějšího, 26ti členného zábavného orchestru, s kterým až do roku 1985 procestoval celou republiku a navštívil spoustu zahraničních zemí s více než úctyhodnými 7000 velmi pestrými vystoupeními.

S komponováním započal ve svých 20ti letech.  Jeho prvotiny vycházely již v roce 1943 v nakladatelství  Jaroslava Stožického v Brně. Vydání prvních skladeb bylo  jistě silnou motivací  věnovat se skladatelské činnosti. Ve svých 50ti letech dosáhl značné vyzrálosti v kompoziční práci. Využíval při tom všech svých dosavadních zkušeností a čerpal především z jeho původního, rodného Vrbického prostředí,  jemu blízké jižní části moravského Slovácka. A kolik kompozic zanechal? Čert ví. Bude jich bohatě více než sto. K většině skladeb psal i svůj text. Jeho skladby jsou objevovány a hrány dechovými formacemi po celé Evropě.

Od roku 1989 až do svého odchodu  do "muzikantského nebe", jak se mezi moravskými muzikanty říká, v roce 2000 působil Antonín Michna jako umělecký vedoucí v kapele Dubňanka. Dubňanka natočila za jeho působení dva MC nosiče, které obsahují stěžejně jeho kompozice. Tyto nosiče již nejsou dostupné. Současný kapelník Dubňanky Ing. Petr Kadaňka mně ale na mé naléhavé přání poskytl kopie těchto studiových záznamů, z nichž zde uvádím ukázky.  Petr mně přislíbil i další fotografie Antonína Michny, které bych na tomto místě rád uvedl, jakmile je dostanu.

Děkuji redaktorovi Václavu Kováři z rozhlasu Proglas za manuskript k vysílání  "Medailon skladatele Antonína Michny" z 30. 10. 2008, který mně dal k dispozici a z kterého jsem zde také čerpal.

Vrbice - Velké Bílovice

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